CAMEXA NEWS

Der Newsletter der AHK Mexiko

Ausgabe 166 . Dezember 2019

Liebe Mitglieder und Freunde von CAMEXA,

kurz vor dem Jahreswechsel haben sich die Unterhändler aus Mexiko, den USA und Kanada auf Ergänzungen zum NAFTA-Nachfolgeabkommen USMCA geeinigt, das in Mexiko als T-MEC bekannt ist. Hierbei geht es um die Modernisierung der mexikanischen Gewerkschaften, auf die die US-Demokraten gedrungen hatten, sowie um Vorgaben zum Umweltschutz. 

Im Falle der Gewerkschaften sollen künftig bei Streitfällen Schlichtungskomitees angerufen werden können. Ursprünglich hatte die US-Regierung gefordert, dass US-Kontrolleure mexikanische Unternehmen und die Gewerkschaften inspizieren sollten, was Mexikos Regierung aber kategorisch ablehnte.

Die Ratifizierung des Abkommens in den drei Ländern sollte nun auch tatsächlich vollzogen werden. Dies brächte endlich Klarheit über die künftigen Konditionen für den Freihandel im nordamerikanischen Wirtschaftsraum. 

Zu hoffen ist auch, dass mit der Gewissheit eine Portion Zuversicht zurückkehrt, die zuletzt gefehlt hat. Das zeigen nicht zuletzt die Ergebnisse unserer jährlichen Konjunkturumfrage, die wir Ihnen in diesem Newsletter vorstellen.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien erholsame Feiertage und einen zuversichtlichen Start in das neue Jahr!


Mit freundlichen Grüßen

Johannes Hauser
Geschäftsführer

Mitgliedsunternehmen planen vorsichtig für das Jahr 2020

Die Ergebnisse der CAMEXA-Konjunkturumfrage

Rückgänge bei Umsätzen und Gewinnen haben im zu Ende gehenden Jahr 54 Prozent der Mitgliedsunternehmen der AHK Mexiko verzeichnet. 23 Prozent berichten von einem Minus von bis zu 10 Prozent, 31 Prozent der Mitglieder sogar von einem Geschäftsrückgang um mehr als 10 Prozent. 15 Prozent verzeichnete ein gegenüber dem Vorjahr unverändertes Ergebnis, 31 Prozent der Firmen freuten sich über Zuwächse. Dies ergab die jährliche Konjunkturumfrage der AHK Mexiko von Anfang Dezember 2019.

Folge der Geschäftsentwicklung ist eine im Vergleich zu den Vorjahren vorsichtige Planung für das Jahr 2020: Lediglich 44 Prozent der Firmen planen Investitionen am Standort Mexiko. Elf Prozent wollen die Beschäftigtenzahl erhöhen; Ende 2018 hatten noch 49 Prozent diese Absicht geäußert. 63 Prozent der Firmen planen mit einer unveränderten Belegschaft für 2020, 26 Prozent wollen ihr Personal reduzieren.

Größer wird die Beeinträchtigung durch die Kriminalität im Land. 77 Prozent der Firmen berichten, dass die Unsicherheit Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit hat. Vor Jahresfrist waren es noch 61 Prozent gewesen.


Die Ergebnisse der Umfrage im Detail:

Im Vergleich zu 2018 haben sich die Umsatz-/ Gewinnergebnisse Ihres Unternehmens im Jahr 2019...

Stark verbessert (mehr als +10%)                     

%

Verbessert (bis zu +10%)                         

%

Nicht verändert                                 

%

Verschlechtert (bis zu -10%)

%

Stark verschlechtert (mehr als -10%)              

%

Der Personalbestand Ihres Unternehmens wird im Jahr 2020...

Aufgestockt

(2018: 49%)

Gleich bleiben

(2018: 41%)

Reduziert

(2018: 10%)

Plant Ihr Unternehmen im Jahr 2020 Investitionen in Mexiko?

Ja

(2018: 61%)

Nein

(2018: 39%)

Hat die Sicherheitslage im Land Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit Ihres Unternehmens?

Keine / geringe 

(2018: 39%)

Hat Auswirkungen

(2018: 47%)

Ist sehr relevant

(2018: 14%) 

VDW-Delegation besuchte Querétaro und Monterrey

Vom 2. bis 6. Dezember empfing CAMEXA eine Delegation des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW). An der Reise nahmen 18 Firmenvertreter teil. Bei Symposien in Querétaro und Monterrey stellten sie die aktuellen Entwicklungen der Branche vor.  

Die Symposien stießen auf großes Interesse: 300 Vertreter mexikanischer Firmen waren zugegen; insgesamt kam es zu 100 B2B-Gesprächen, bei denen individuelle Geschäftsmöglichkeiten analysiert wurden. 

Werksbesuche bei Nemak, Blackhawk und Forja de Monterrey rundeten die Delegationsreise ab.

Del 2 al 6 de diciembre, CAMEXA recibió una a delegación de empresarios de la Asociación Alemana de Fabricantes de Maquinas-Herramientas. En total llegaron representantes de 18 empresas que dieron a conocer las últimas tendencias en Industria 4.0 y máquinas-herramientas. Para este fin, se realizaron dos simposios en Querétaro y en Monterrey.

En conjunto se registraron 300 asistentes y más de 100 reuniones individuales entre empresarios alemanes y representantes de compañías establecidas en México con la finalidad de analizar las posibilidades de establecer negocios.

En el último día de la visita de la delegación, los integrantes tuvieron la oportunidad de conocer las empresas Nemak, Blackhawk y Forja de Monterrey.

Mexiko-Informationen in Miami und Reutlingen 

Auch im November gaben die CAMEXA-Experten Auskünfte zu aktuellen Entwicklungen in Mexiko: Die Spezialistin für Erneuerbare Energien, Kira Potowski, informierte im Rahmen der Corporate Energy Series in Miami über Tendenzen bei der Nutzung von sauberen Energien. So konnte sie von dem Großauftrag für den deutschen Windturbinenbauer Nordex berichten, der im Bundesstaat Tamaulipas 42 Anlagen mit einer Leistung von 138 MW errichten wird.

Der stellvertretende CAMEXA-Geschäftsführer Andreas Müller gab Unternehmern bei der IHK in Reutlingen Auskünfte zum Marktpotenzial und zu individuellen Branchenthemen.

CAMEXA Bajío und Punto Cero para el Desarrollo vereinbaren Kooperation

CAMEXA und die Consulting-Firma Punto Cero para el Desarrollo haben am 28. November in Querétaro eine Kooperation vereinbart. Diese erstreckt sich auf die Themen Beratung und Fortbildung bei Energiethemen in der Bajío-Region.

So sollen den in der Region ansässigen Unternehmen praktische Lösungen für eine bessere Energieeffizienz vorgestellt werden. Denn bei vielen Immobilienentwicklern seien Energieeffizienz und Aspekte der Nachhaltigkeit in der Vergangenheit nicht ausreichend berücksichtigt worden. Nun gelte es, für die Firmen integrale Lösungsvorschläge zu erarbeiten, sagte der Geschäftsführer von Punto Cero para el Desarrollo, Daniel Peyret, der die Vereinbarung gemeinsam mit dem stellvertretenden CAMEXA-Geschäftsführer Andreas Müller und dem Leiter des CAMEXA-Büros im Bajío. Thomas Meller, vorstellte. 

Die Zusammenarbeit umfasst folgende Punkte:

- Komitees für Energie und Nachhaltigkeit

- Unternehmens-Lernnetzwerke für Energieeffizienz

- Energie-Management-Systeme

- Diplom für Umwelt-Manager

- Kurse zu Themen wie Abfallmanagement, Luftreinhaltung und Erfüllung der Vorgaben zum Umweltschutz.

Informationen zur dualen Ausbildung in Jalisco

CAMEXA und Robert Bosch México haben am 28. November in Guadalajara über das Angebot der dualen Berufsausbildung in Jalisco informiert.

Vertreter von Robert Bosch México präsentierten die Möglichkeiten einer Ausbildung in den Einrichtungen des Unternehmens in dem Bundesstaat.  

Anschließend skizzierte der stellvertretende CAMEXA-Geschäftsführer Andreas Müller weitere Optionen für Auszubildende. So gebe es die Möglichkeit, eine duale Ausbildung als Programmierer zu absolvieren. Für weitere Auskünfte steht bei CAMEXA Roberto Campos aus der Abteilung für Berufsbildung zur Verfügung: r.campos@ahkmexiko.com.mx

Zum Ausklang der Veranstaltung nutzten die Teilnehmer ausgiebig die Möglichkeit zum Networking.

Stammtische in Mexiko-Stadt und Puebla

Zu den letzten Stammtischen im Jahr kamen wieder zahlreiche Teilnehmer. Der Repräsentant der Kammer in Puebla und Tlaxcala, Dirk Petersen, freute sich über angeregte Gespräche bei Bratwurst, Sauerkraut und anderen Spezialitäten im Restaurant El Aguila Negra in Puebla (Fotos oben).

Das Team der CAMEXA-Mitgliederabteilung genoss im Restaurant Frankfurt Nápoles in Mexiko-Stadt gemeinsam mit den Teilnehmern u.a. Glühwein und Strudel, den das Mitgliedsunternehmen Rittal México gespendet hatte.

"Die Resonanz hat unsere Erwartungen übertroffen"

Drei Fragen an Eduardo López Macías, Direktor der von der Hannover Messe veranstalteten Industrial Transformation Mexico (ITM), die im Oktober erstmals stattfand.



Wie war die Resonanz auf die erste ITM? 

López Macías: Mit 265 Ausstellern und 30.000 nationalen und internationalen Besuchern während der dreitäigen Messe hat das Ergebnis unsere Erwartungen übertroffen. 

Seit über 70 Jahren war keine von der Hannover Messe im Ausland initiierte Messe-Prämiere so erfolgreich wie die ITM 2019. Vom Start weg besetzt die Messe eine Führungsrolle für Vertreter aus Unternehmen, Erziehungswesen und Politik sowie die Industrie 4.0 in Mexiko und Lateinamerika. 

An welche Branchen richtete sich die Messe?

López Macías: Bei der ITM 2019 drehte sich alles um Automatisierung, Roboterisierung, Maschinen und Werkzeuge sowie digitale Fertigung, IT und intelligente Logistik.

Welche Neuerungen sind für die nächste Auflage der Messe geplant, die vom 7. bis 9. Oktober 2020 stattfindet?

López Macías: Wir werden weitere Sektoren einbeziehen, darunter die Energiebranche und 3-D-Drucktechniken. Außerdem wird die E-Mobilität eine Rolle spielen. So wird es Vorführungen von autonom fahrenden Autos und autonomen Dronen geben.

Verleihung des Deutschen Journalismuspreises

"Die Migration als Herausforderung für Mexiko, Mittelamerika und die USA" war das Thema des diesjährigen Deutschen Journalismuspreises, den deutsche Organisationen in Mexiko zum 13. Mal ausgerufen hatten. Bei der Preisverleihung am 28. November im Goethe-Institut in Mexiko-Stadt freuten sich (von links) Deutschlands Botschafter Peter Tempel und die Jury-Vorsitzende Carmen Aristegui mit den Preisträgern.

Die Liste der Preisträger sowie die Links zu den ausgezeichneten Arbeiten finden Sie auf der Homepage des Preises. CAMEXA ist Mitorganisator des Preises und stellt traditionell ein Mitglied der Jury.


Kontakt

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Eine Auswahl der zurückliegenden Ausgaben finden Sie im Archiv.  

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